FAQ: Fulfillment-Kosten richtig kalkulieren

Hier finden Sie Übersicht, welche Fulfillment-Kosten beim Outsourcing anfallen können. Neben den Kosten gibt es jedoch noch zahlreiche weitere Kriterien, die für die Wahl des richtigen Fulfillment-Anbieter relevant sind.

1. Was ist Fulfillment?

Unter Fulfillment versteht man alle Prozesse der Auftragsabwicklung im Versandzentrum. Diese beinhaltet die Abwicklung von Wareneingang, Lagerung, Picking, Packen und Versand sowie Retouren.


2. Warum Fulfillment outsourcen?

Online-Händler lagern die Fulfillment-Prozesse aus, da sie diese meist nur zu hören Kosten, mit mehr Aufwand und weniger Produktivität leisten können. Auch kann ein stark steigendes Auftragsvolumen die interne Logistik an Limits bringen. Eine Fremdvergabe verschafft oft Freiräume für den Fokus auf das eigentliche Kerngeschäft und Wachstum.


3. Was ist ein Fulfillment-System?

Eine Software, die die Fulfillment-Prozesse digital abbildet. Das System sollte den Online-Händler und Fulfillment-Anbieter online vernetzen und Datenaustausch in Echtzeit bieten. Für den Versandprozess sind KEP-Dienste und Speditionen ebenfalls online an das Fulfillment-System angebunden sein, um eine lückenlose Statusverfolgung sicherzustellen.


4. Was kostet ein externes Fulfillment?

Im Markt haben sich verschiedene Preismodelle für Fulfillment-Services etabliert. Einige Anbieter berechnen eine Pauschale je Monat, andere eine Kombination aus Lagerung (Volumen) und Picking (Transaktionen). Gebühren können je Paket, Pick oder Auftrag anfallen.


5. Was kostet ein Pick?

Hier gibt es eine große Bandbreite, stark abhängig von den Produkten und Anbietern. Pick-Gebühren von 0,20 – 30 Cent je Pick sind üblich.


6. Wie finde ich den richtigen Fulfillment-Anbieter?

Der günstige muss nicht der beste sein. Daher betrachten Sie neben den Kosten auch die Leistungen und zugesicherte Qualität.

(Foto: €-Münzen von complize / photocase.de) - Fulfillment-Kosten
(Foto: €-Münzen von complize / photocase.de)

Fulfillment-Kosten kalkulieren?

Wie bereits beschrieben, sind die Pick-Kosten nur ein Stellschraube. Darüber hinaus können zusätzliche Kosten für weiteren Fulfillment-Prozesse anfallen, welche wären:

  • Wareneingang
  • Lagerung
  • Packen
  • Kartonage
  • Versand
  • Retouren
Fulfillment-ServiceAbrechnungsmodell (Beispiele)
Wareneingangje Palette / Einheit / Stunde oder Pauschale
Lagerungje Palette / Regalfach / Einheit
Pick & Packje Auftrag / Einheit / Paket
Kartonage(oft in Pick & Pack inkludiert)
Versandje Paket (Pauschale oder Gewichtsstaffel)
Abhängig von Paketdienst, Zielland etc.
Retourenje Retoure (Pauschale Bearbeitungsgebühr)
Fulfillment-Kosten Übersicht

Die tatsächlichen Preise und Preismodelle werden in der Praxis noch von weiteren Faktoren beeinflusst:

  • Menge / Volumen
  • Breite / Tiefe des Sortiments
  • Beschaffenheit / Versandfähigkeit der Produkte

Versteckte Kosten / Risiken?

Zu hohe Versandkosten

Gerade zu Beginn mit einem geringen Paketaufkommen wird der Paketversand verhältnismässig teuer werden. Und auch mit einem größeren Volumen wird es schwer vergleichbare Konditionen wie ein Fulfillment-Dienstleister mit KEP-Dienstleistern zu verhandeln.

Zumal meist nur in wenigen Zielländern eine kritische Größe erreicht wird, ist der Versand in andere Länder ebenfalls kostspielig. Darunter leidet wiederrum ihr Kerngeschäft, wenn Sie nicht zu attraktiven Versandkosten anbieten können.

Lieferzeit wird zur Wartezeit

Sie sind mit Ihrem Online-Shop zunehmend erfolgreich und kommen dem Versand nicht mehr hinterher. Die Bearbeitungszeiten werden länger Kunden sind enttäuscht, werden zunehmend nervöser und es häufen sich die Nachfragen zum Auftragsstatus bei Ihnen. Sie haben mehr Arbeit im Kundenservice. Kunden, die länger warten mussten, bestellen eventuell kein weiteres Mal bei Ihnen.

Das wesentliche aus dem Auge verlieren

Ihr Fokus liegt ausschließlich auf Packen und Versenden, um die Kunden zufriedenzustellen. Sie vernachlässigen Sortimentspflege, Vertrieb und Marketing. Sie verlieren Kunden und Umsatz.

Richtiger Einsatz von Kapital- und Ressourcen

Bei einer internen Lösung binden Sie Kapital und Ressourcen für den Aufbau und Betrieb des Lagers. Inklusive der gesamten Infrastruktur wie Material, Gerät sowie Hard- und Software.
Neben der Anschaffung entstehen Folgekosten für die Unterhaltung, Wartung und Erneuerung der Systeme.
Prozesse müssen Sie selbst intern entwickeln, implementieren und überwachen.
Die stetige Weiterentwicklung fordert weitere Optimierungen und Anpassung. Sie laufen Gefahr technologisch nicht mehr up-to-date zu sein.

Fazit:
Mit dem richtigen Fulfillment-Dienstleister an Ihrer Seite haben Sie den Fokus auf Ihrem Kerngeschäft.

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